
Eine kleine Sammlung von Bucheckern, in der leeren Hülle von Taschentüchern, also unterwegs gefunden und behalten.
In der Biografie ihrer Mutter steht über die Zeit nach 1945,
Ruth war also grade 10 :
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Was haben wir da alles gemacht.Haben Beeren
gesammelt,
Himmbeeren,Brombeeren und Heidelbeeren.Haben Ähren gesam-
melt.Ich sehe immer noch Hartmut auf den Steintreppen sitzen; rund
mit dem Hammer die Körner ausklopfen.Mit der Kaffeemühle wurden
sie dann gemahlen und Mutti backte Brot und Fladen daraus.Mit Be-
geisterung wurde es gegessen mit falschem Gänseschmalz.Das bestand
aus Griesbrei mit Wasser und Salz gekocht,etwas Margarine ausgelas-
sen,darin Zwiebel gebräunt und unter dem Griesbrei gerührt.Das Jahr
gab es soviel Bucheckern,da haben wir tüchtig gesammelt.Ein Mann im
Dorf hatte eine Mühle.Er mahlte sie für uns.So hatten wir 5 Liter
Oel,das war eine Bereichung.
Im Wald haben wir Holz gesammelt,damit wir was zum heizen hatten.
Einmal konnte ich einen Baum kaufen.Den habe ich mit Hartmut mit
dem Bollerwagen geholt und dann zersägt.
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Im Frühjahr haben wir Melde Brennesse1 und Lövenzahn gepflückt und
daraus Spinat und Salate gemacht.Meine 3 fanden unser Sammeln gar-
nicht als Belastung.Sie entdeckten dabei soviel Neues an Blumen und
Tieren.Einmal fanden sie ein kleines Häschen allein im Nest.Das ha-
benwir mitgenommen.Onkel Fritz gab uns einen Stall,da habt ihr es
gepflegt und groß gezogen,
In den großen Ferien haben wir alle bei dem Bauer Oberwörder Kar-
toffeln aufgesucht und was liegen blieb konnten wir uns hinterher
aufsucben.Da hatten wir einen ganzen Bollerwagen voll Kartoffeln.
Ihr fandet es gut,denn es gab immer so leckere Brote und Milch.
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Von diesen kleinen Sammlungen gibt es viel in der Wohnung, manchmal einfach in einer Ecke, manchmal in einer Dekoration.
